Mittwoch, 2. Februar 2011

Schauspielerverbrennungen im Fernsehen

Zugegeben, es gibt gute Krimiserien. Sogar CSI in der ursprünglichen Besetzung war noch durchaus genießbar. Auch die ersten Staffeln von "Law and Order" (mit Jerry Orbach und OHNE unseren Präsidentschaftskandidaten Fred Dalton Thompson) waren unterhaltsam, mit schlagfertigen Dialogen und teils sogar stimmigen Handlungssträngen. Sogar Vincent D'Onofrio in "Law and Order: Criminal Intent" war zumindest mehr als eine weitere Retortenserie. Nicht das mich Serien vom Fließband besonders stören würden, ich muss mir diese ja nicht ansehen. Eines stört mich aber, und das gewaltig:
                                                                                  
Wenn die „CIS“-Klone und Co. Fließbandprodukte (ordne die drei Buchstaben CIS in beliebiger Reihenfolge und füge den Namen einer Großstadt hinzu und Du hast eine Serie) in ihrem seichten, lahmen Dasein ihre Berechtigung sehen und sie dazu noch Einschaltquoten erreichen die sie überleben lassen, so sei es, aber sie sollen bloß damit aufhören meine Lieblingsdarsteller in diesen Serien zu verbrennen in der wagen Hoffnung, dass ein guter Darsteller etwas aus deren debilen Drehbüchern machen könnte.

Jeff Goldblum ("The Fly", "Into the Night", "The Big Chill"): Hat doch einen besseren Abgang verdient als als farbloser Nachfolger von Detective Robert Goren in Erinnerung zu bleiben.

Gary Sinise ("Forrest Gump"): Der Ärmste überhaupt. Lieutenant Horatio Caine darf wenigstens noch auf James Crockett machen, aber Sinise ...

David Caruso: Also gut, Caruso wurde durch’s TV zum Star („NYPD Blue“), aber ich hätte mir mehr erhofft als dass er 1 x pro Woche in "CSI Miami" verschmitzt in die Kamera schielt und lässig seine Sonnenbrille aufsetzt. 

Laurence Fishburne ("The Matrix"): Darf zu schnellen Schnitten von immer wiederkehrenden Laborgeräten und GEMA-freier Musik Fingerabrücke abnehmen und vielsagend gucken, jede Woche.

Linda Hunt ("The Year of Living Dangerously"): Zugegeben, trotz Oscar ist sie nicht unbedingt leicht zu casten, dieses Schicksal ("NCIS: Los Angeles") hat sie aber nicht verdient.

Tim Roth ("Reservoir Dogs", "Pulp Fiction"): Roth hat's noch am besten getroffen. "Lie to Me" ist wenigsten mehr als nur ein weiterer CSI/NCIS/L&O-Klon.

Daß einige dieser Darsteller nicht am Höhepunkt ihrer Karriere stehen ist noch kein Grund sie einfach in minderwertigen Serien endgültig zu begraben.

m2cw
Ricardo

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